PAT MATERNE // PERSONAL TRAINING BERLIN

HUNGERN MACHT DICK!

90-60-WHAT-THE-FUCKDiät

Motiviert durch Hungerhaken-Models, Hollywood-Schönheiten und allerlei Fitnesstipps der einschlägig bekannten Zeitschriften, quälen sich viele Frauen mit überteuerten Protein-Drinks, die dieses ominöse „schlank-im-Schlaf“ versprechen, oder hungern sich mit Diäten dick.

Liebe Fitnessindustrie C’mon, Du weißt es doch besser!

LIFE ISN’T ABOUT SHORT TERM DIETS 

Wenn Ihr während einer Diät nur 800 bis 1000 Kalorien pro Tag zu Euch nehmt ist doch klar, dass Ihr kurzfristig durch das Kaloriendefizit abnehmt. Der Durchschnittsverbrauch einer Durchschnittsfrau liegt bei ca. 2000 kcal. Da wir aber alle keine Durchschnittsfrauen sind, rate ich Euch, professionell Euren Verbrauch errechnen zu lassen, oder zumindest von einer detaillierteren Variante Gebrauch zu machen. Die purzelnden Kilos sind aber nicht von Dauer – why not? Während einer Diät essen wir weniger und nehmen somit weniger Kalorien zu uns. Unsere Essgewohnheiten, die uns dick gemacht haben, verändern wir dabei aber nicht. Ist die Diät zu Ende, fallen wir, seien wir ehrlich, meistens in die alten Gewohnheiten zurück, und haben bald wieder unser Ausgangsgewicht erreicht – oder sogar noch mehr zugenommen. Woher kommt das? Durch eine Diät gerät der Körper gewissermaßen in eine Mangelverwaltung (Hungerstoffwechsel). Bekommt er danach wieder mehr Nahrung, baut er natürlich Reserven auf für den Fall, dass wir ihn wieder einer Hungerphase aussetzen (er is‘ ja clever, der Fuchs von einem Körper). Wir haben uns also erfolgreich dick gehungert.

EN DETAIL

DonutDas sich-dick-hungern hängt mit den Wirkungen des Hungerstoffwechsels zusammen. Wenn wir, die wir in Überflussgesellschaften leben, vorübergehend hungern, um abzunehmen, werden wir davon auf Dauer immer dicker. Dass Hungern langfristig dick macht, gilt demnach natürlich nicht für Menschen, die langen Hungersnöten ausgesetzt sind. Diese Menschen, so lange sie zu wenig zu essen haben, werden/ und bleiben vom Hungern dünn.

Der Hungerstoffwechsel beginnt jedoch nicht erst, wenn wir gar nichts mehr essen, sondern bereits ab 500 kcal unter dem eigenen täglichen Kalorienbedarf. An meinem Beispiel und meinem Arbeitsumsatz von täglich 3.450 kcal begänne mein Hungerstoffwechsel bereits bei 2.950 kcal. Dieser hat also nichts mit einer bestimmten Kalorienzahl zu tun, sondern ist absolut individuell.

Während des Hungerstoffwechsels, entsteht durch den Nahrungs- und Nährstoffmangel eine katabole Stoffwechsellage. Das heißt der Grundumsatz wird gesenkt, der Stoffwechsel verlangsamt sich und es werden zur Deckung des Energiebedarfs die hauseigenen Energievorräte angegangen. Zum einen bringt das natürlich den gewünschten Effekt, weil auch das unliebsame Unterhautfett als Energielieferant dient, zum anderen ist es aber genau der falsche Weg. Denn zum Einsparen des Energieverbrauchs wird auch Muskulatur abgebaut – auch wenn Ihr Sport treibt. Dadurch, dass Ihr Euren Körper nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt, kann dieser weder Muskeln aufbauen, noch die vorhandenen ausreichend versorgen, somit baut er diese zum Zwecke von Einsparungsmaßnahmen einfach ab. Unser Körper versucht so, den Energieverbrauch durch die Reduzierung der Muskelmasse zu minimieren, um mit den wenigen Kalorien, die wir ihm geben, zurechtzukommen.

IT’S A LONG TERM LIFESTYLE CHANGE!Waage

Wenn man sich erst einmal im Diäten-Teufelskreis befindet, dann hilft nur eins: mehr essen. Auch wenn das zunächst widersprüchlich klingt, aber um wieder Fett abbauen zu können, müsst Ihr unbedingt wieder anfangen zu essen! Obacht: Wer unkontrolliert mehr isst, wird in den meisten Fällen auch unkontrolliert zunehmen. Der hungernde Körper versucht nämlich mit aller Kraft Fettreserven aufzubauen, um für zukünftige Hungersnöte besser gewappnet zu sein. Das heißt, es hilft nichts, Ihr müsst Eure Ernährung umstellen! Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist unerlässlich.

UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT? HUNGERN LOHNT SICH NICHT!

Unabdinglich für den Ausbruch aus diesem Diäten-Wahn ist eine kontinuierliche Steigerung der täglichen Kalorienzufuhr, bei einem regelmäßigen und angemessenen Sportprogramm natürlich. Hierfür empfiehlt sich unter anderem das Hyperthrophietraining (Muskelaufbautraining), das die Muskelmasse (und somit den Energieverbrauch) erhöhen soll. Klar, durch die wachsende Muskelmasse kann das Gewicht erst ein Mal wieder ansteigen, aber das liegt einfach nur daran, dass Muskeln im Verhältnis mehr wiegen als Fett. Ein weitere wünschenswerter Side Effect der Muskeln ist, dass diese selbst im Ruhezustand Energie (also Kalorien) verbrauchen. Also Sportschuhe an, Waage auf den Müll und wieder Spaß am gesunden Essen!

Wie ein Training aussehen kann und warum Ihr für einen straffen Po an die Gewichte und nicht auf den Stepper solltet, erfahrt Ihr hier.

 

 

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