PAT MATERNE // PERSONAL TRAINING BERLIN

MYTHOS FASZIEN

WAS SIND EIGENTLICHT FASZIEN?

Wer schon schon einmal Fleisch zubereitet hat (oder an all die Veganer & Vegetarier: wer dabei zusehen musste, weil er seine Freunde bis dato noch nicht bekehren konnte) hat sie schon gesehen, diese milchig-weißen Häute, die das rohe Steak umhüllen: Faszien. Feine, zähe bindegewebige Muskelhüllen. Die trennenden Häute, die einzelne Muskeln umgeben, voneinander abgrenzen und ihnen dadurch Form und Festigkeit verleihen. Im Gegensatz zum Muskelgewebe sind Faszien passive Strukturen, die sich an den Enden eines Muskels mit der jeweiligen Muskelsehne verbinden. Zusammengefasst: Muskeln und Faszien bilden immer eine Einheit!

 © BLACKROLL / Sebastian Schöffel

© BLACKROLL / Sebastian Schöffel

LIKE A ROLLING STONE

Das Faszientraining sorgt für eine geschmeidigere Muskulatur und kann, vor dem Training ausgeführt, Verletzungen vorbeugen. Durch das „abrollen“ kann sich das fasziale Gewebe mit frischem Gewebewasser vollsaugen, die Faszien werden dadurch elastischer, aber auch der Muskel kann durch die Durchblutungssteigerung besser mit Nährstoffen versorgt werden. So kann der Muskel beim „ausrollen“ nach dem Training beispielsweise leichter regenerieren. Anfangs, gerade bei verkürzter und angespannter Muskulatur, kann das Rollen sehr schmerzhaft sein. Doch um wirklich dauerhafte Erfolge zu erzielen ist es ratsam, die Triggerpunkte (Schmerzpunkte) regelmäßig zu massieren. Der Muskel kann auf Dauer bessere Leistungen erbringen. Und dadurch (wir wissen Muskel und Faszie bilden immer eine Einheit) wird das gesamte Gewebe trainiert.

© BLACKROLL / Sebastian Schöffel

© BLACKROLL / Sebastian Schöffel

ROLLING IN THE DEEP

Das Gute an der Selbstmassage man kann unter zur Hilfenahme der Blackroll nicht viel falsch machen. Ihr solltet dabei aber unbedingt auf Euer Schmerzempfinden achten. Hilfreich für alle Greenhorns unter Euch ist in jedem Falle das Blackroll Regenerations Tutorial. Hier wird Euch en détail gezeigt, wie die Selbstmassage funktioniert (Ja, ja ich höre schon das laute Wehklagen meines Content Managers „Du musst Dir einen eigenen Youtube-Kanal erstellen! Du musst Deine eigenen Tutorials erstellen! Hach, ja versprochen ich tu’s noch, ich tu’s schon noch.)

Ich selbst habe zusätzlich zu meinen „herkömmlichen“ Dehneinheiten vor und nach jedem Training das Ganzkörperausrollen hinzugefügt. Meine (ich klopfe in diesem Moment zur Sicherheit drei Mal auf Holz) mittlerweile abgeheilte Achillessehnenruptur konnte ich unter anderem durch tägliches Ausrollen meines Fußbeugers und meiner Achillesssehne relativ schnell in den Griff bekommen.

Es gibt also nicht die Frage ob davor oder danach besser ist, man kann sich vor und nach jeder Trainingseinheit seinen Faszien widmen. Vorher werden diese auf die kommende Trainingseinheit vorbereitet und danach können sie besser regenerieren. Also frei nach Limp Bizkit: „Keep rollin‘ rollin‘ rollin‘ rollin'“ …

 

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: